Eine Geschichte erfolgreicher Nachlassplanung
Die Familie Lambert (ein Pseudonym) stammt von einem belgischen Unternehmer ab, der über drei Jahrzehnte eine auf Maschinenbau spezialisierte Industriegruppe aufgebaut hat. Nach dem Verkauf des Unternehmens für rund 50 Millionen Euro möchte der Gründer, Paul Lambert (65), sein Vermögen im Hinblick auf seinen Ruhestand sowie den seiner drei Kinder und zukünftigen Enkelkinder regeln. Das Hauptproblem besteht darin, dass das Vermögen fragmentiert ist (direkte Immobilienbesitzungen, Wertpapierportfolios in drei Ländern und eine Minderheitsbeteiligung an einem KMU). Paul befürchtet, dass seine Kinder im Falle einer plötzlichen Erbfolge mit einer unüberschaubaren Situation konfrontiert sein und dies zu Spannungen führen wird.
Anlagenprüfung
Als Vermögensverwaltungsberater verfüge ich über folgende Kompetenzen:
- Eine vollständige Erfassung von Vermögen und Verbindlichkeiten.
- Eine Analyse der Risikoexpositionen (Konzentration, Besteuerung, Erbschaft).
- Ein Einzelgespräch mit jedem Familienmitglied, um deren Erwartungen zu ermitteln: Zwei Kinder möchten in die Geschäftsführung einbezogen werden, das dritte überhaupt nicht.
Umsetzung einer geeigneten Denkmalschutzstruktur
Darauf aufbauend haben wir eine mehrschichtige Rechtsstruktur geschaffen:
- Gründung einer Luxemburger Holdinggesellschaft (S.à rl) zur Zusammenführung der Finanzanlagen und Investitionen.
- Gründung von zwei SCIs in Frankreich zur Unterbringung der Immobilienbestände.
- Zeichnung eines Luxemburger Lebensversicherungsvertrags (Branche 23), finanziert aus einem Teil der Barmittel (15 Millionen Euro), um von einem grenzüberschreitenden Umschlag und Flexibilität in Bezug auf die Übertragung zu profitieren (angepasste Begünstigtenklausel).
- Umsetzung einer Familiencharta, in der die Governance-Regeln festgelegt werden (eine jährliche Familienratssitzung, Regeln zur Dividendenverteilung, Ausstiegsklauseln für den Fall von Meinungsverschiedenheiten).
Organisation des Übergangs
Die Übertragung ist so organisiert, dass die steuerliche Behandlung der Erbschaft optimiert und innerfamiliäre Konflikte vermieden werden.
- Paul tätigte eine gestaffelte Schenkung von Anteilen an der Holdinggesellschaft an seine Kinder, behielt aber das Nutzungsrecht, um die Kontrolle über die Unternehmensführung zu behalten.
- Um künftige Streitigkeiten zu vermeiden, wurden Erbschaftsvereinbarungen getroffen.
- Die Familiencharta legt fest, dass strategische Vermögenswerte (z. B. Minderheitsbeteiligungen an KMU) nicht ohne eine Zweidrittelmehrheit veräußert werden dürfen.
Integration der neuen Generation
Niemand wird mit der natürlichen Fähigkeit geboren, Vermögen zu verwalten. Es erfordert, Rendite und Sicherheit in Einklang zu bringen, zwischen Chancen und Versuchungen zu unterscheiden, langfristig zu denken, kurzlebigen Trends zu widerstehen, fundierte Beratung zu wählen und die Kontrolle über wichtige Entscheidungen zu behalten. Nichts davon ist angeboren oder instinktiv. Geld, das ohne finanzielle Bildung weitergegeben wird, kann sogar zur Belastung werden: Es zieht unerwünschte Aufmerksamkeit, Fehler, Illusionen und Konflikte nach sich.
Der kluge Umgang mit Vermögen ist eine Fähigkeit, die man nicht automatisch mit dem Erwerb von Eigentumsrechten, Bankkonten oder Immobilien erlangt. Sie muss entwickelt werden.
Pauls drei Kinder wurden ausgebildet:
- Seminare zu Finanz- und Immobilienmanagement.
- Schulungen zu Erbschaftssteuer und rechtlichen Instrumenten.
- Der Familienrat beinhaltet ein „Recht auf freie Meinungsäußerung“ für die beiden erwachsenen Enkelkinder, um deren Bewusstsein jetzt zu schärfen.
Ergebnisse und Nutzen
Dieser Fall verdeutlicht, dass der Erfolg einer Vermögensverwaltungsstruktur nicht nur von juristischer und steuerlicher Expertise abhängt, sondern auch von der Fähigkeit, Familiendynamiken zu verstehen, die Governance zu organisieren und den langfristigen Erhalt des Vermögens zu gewährleisten. Die Familie Lambert verfügt nun über:
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eines zentralisierten und geschützten Erbes innerhalb einer eigens dafür errichteten Struktur
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Familiengovernance-Regeln, die Fairness und Kontinuität gewährleisten und somit Konflikte verhindern.
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Steueroptimierung von Erbschaften durch Vorwegnahme
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einer generationenübergreifenden Brücke, die bereit ist, zukünftige Generationen in einer eng verbundenen Familie willkommen zu heißen
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Sicherheit vor jeglicher Verschwendung des vom Patriarchen hart erarbeiteten Erbes
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Gewissheit für Familienmitglieder, die wissen, auf welches Einkommen sie sich verlassen können